| 417 Beiträge - Alter Hase
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D&D läßt grüßen.
Zum geistigen Vater ...
Ist jetzt nur eine These von mir, aber ich glaube das noch immer Tolkien, so wie bei fast allem (was Fantasy betrifft), der geistige Vater der, bzw. des Dunkelelben ist. Eol, der Finstere und seine Konsorten, die "Moriquendi", jene Elben welche nie das Licht der Bäume der Valar sahen. Im Vergleich zu anderen Elbengeschlechten Eldermars zählen die Dunkelelben als "minderwertigere" Rasse. Allerdings hatten diese Elben noch keine obsidanfarbene Haut und elfenbeinweißes Haar.
Ansonsten ...
Weiß ich das Dunkelelfen, oder Drow, schon vor über 30 Jahren bei Dungeon & Dragons Erwähnung fanden. Auch mit dem Aussehen: Ebenholzfarbene Haut + schlotweißes Haar. Allerdings bezweifle ich, dass der Herr E. Gary Gygax und Herr Dave Arneson damals eine so ausführliche Hintergrundgeschichte und die Umfangreichen Erklärungen für alles hatten - einschließlich ihres Aussehens.
Ihr seltsames Aussehen verdanken sie wirklich einem Fluch, nämlich als sie von den Seldarine (den Elfengöttern) unter Führung und Beschluss von Corellon Larethian dafür bestraft wurden, das sie, die Ssir-Tel-Quessir Lolth auf ihren Abwegen der Korruption und Bosheit treu blieben, statt sich von der Finsteren Maid abzuwenden.
Die Sache mit Salvatore und seiner persönlichen Vergangenheit halte ich für Absurd, weil die Drows schon so aussahen, wie sie aussahen, bevor er sich ihrer annahm und es auch immer ausdrücklich erwähnt wird, dass die Drow keine schwarze Haut wie afrikanische Ureinwohner besitzen, sondern sie ein unnatürliches, fast schon sehr, sehr dunkles blauschwarz ist, gleich glänzendem, nassen Obsidan.
Was noch wichtig für das Aussehen ist, Drow haben meist blutrote Augen, aber auch blasse Augenfarben wie fast weiß oder silber kommen neben zartrosa, hellblau und einem blassen Lila vor.
Ich denke das man es wirklich R.A. Salvatore und Ed Greendwood verdanken kann, das sie den Hintergrund für alles erdachten und dieses völlig überboostete Powergamer-Elfenvölkchen erfanden, was die Sache fürs LARP wieder verkompliziert.
Ich finde es eigentlich käse, das immer mehr Drow als SC gespielt werden, weil man sie eben nach der Vorlage Salvatores und Greendwoods spielt und diese Drow eben ein magisch und technologisch so weit fortgeschrittenes Volk sind, das andere Spielervölker, wie zum Beispiel die primitiven Menschen mit ihren Blechdosen-Rittern und Feudalstaaten gar nicht mithalten können. Ich meine wenn man Menzoberrazan mit Tiefwasser vergleicht, verblasst Tiefwasser, die Prächtige, im Vergleich zur glänzenden Drowstadt - trotz seiner ganzen Wunder prächtigen Türme und Burgen.
Drow verarbeiten Waffen und Rüstungen aus Adamant und anderen sonderbaren und exotischen Erzen, die durch Stahl schneiden, wie ein heißes Messer durch Butter. Außerdem besitzen die meisten Drow eine Ausbildung und Ausrüstung, das ein halbes Dutzend Drowkrieger + einem Magier + einer Priesterin ausreichen würde, um ein ganzes Tross voller Ritter kalt zu machen - zumindest wurde es so immer wieder in den Quellenbüchern und Romanen dargestellt.
Außerdem sind Drow ein bis ins Mark korrumpierte und skrupellose Bande, schlimmer noch als die Drakensteiner Ritter!
Und ich weiß jetzt schon, dass das was man eigentlich erwarten dürfte, nämlich Intrigen und Verrat in den eigenen Reihen, das es beim LARP nie ausgespielt wird und die Drow-Spieler, weil es ja in der Regel alles Freunde, Kumpels und Bekannte sind Out-Time, sich nie gegenseitig in den Rücken fallen werden wie es echte Drow eigentlich tun!
Darum halte ich archetypische Drow in Form von Spielercharakteren als Stimmungstöter auf jedem klassisches Abenteuer-Con!
Mit freundlichen Grüßen
balean.kryn
PS. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. 
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