| 417 Beiträge - Alter Hase
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Zitat Original geschrieben von Gyula
Mh - so nun mal back to Topic.
Ja Beschreibung ist ja schön und gut, nur erkenne ich leider keinen wirklichen Grund, weshalb du dich als Masochist beschreibst, denn richtige Glaubensristriktionen konnte ich bei dir nicht herauslesen, oder sind die in irgendeinem Spoiler versteckt?
Nein mal wirklich, deine Ordensregeln, beziehen sich wirklich nur auf den Rolenspielrischen Aspekt und nicht auf irgendwelche Glaubensvorgaben, es ist in dieser Hinsicht also mehr eine Richtlinie frei nach dem Motto, Wenn ich eines der 10 Gebote breche, sind es halt nur noch 9. Und sind meiner Meinung nach, so liberal angepaßt, dass sie von den meisten Spielern eingehalten werden können, weil man ja eh so spielt.
Was ist aus dem Ich stehe für meinen Glauben ein denn heute wirklich geworden?
Wo sind solche Grundsätze, wie ich glaube an meinen Gott und will oder bekomme keine Hilfe von anderen Göttern?
Wo sind die drakonischen Strafen, wenn man den Geboten seines Gottes nicht gehorcht?
Diese WischieWaschie Paladin on 1st day Nummer, mit ich bin offen für alle Götter des Guten gibt es leider viel zu oft im LARP. Wer sagt, dass Göter lieb und nett sind? Vielleicht gehen unsere Vorstellungen von dem was ein Paladin ist da auch sehr weit auseinander, deshalb spiele Ihn ruhig so, nur wird sich dieser Orden dann nicht von den 1000 08/15 Orden abgrenzen, die es jetzt schon gibt.
btw. Spiele selbst einen angehenden Paladin, der es nach 4 jahren geschaft hat, gerade mal die erste Weihe hinter sich zu bringen, da sie nicht an XP sondern an Taten geknüpft sind. |
Sorry, aber es wird wohl wirklich daran liegen, das sich unser Bild und unsere Meinung über Glaubensgrundsätze und Religion so sehr differenziert.
Drakonische Strafen sind in meinen Augen nicht angemessen, wozu auch, dienen die Menschen dieses Ordens einem Gott der sich in den so genannten Acht Tugenden widerspiegelt und dieser eben nicht für seine Rachsucht, seine Kaltherzigkeit und über die Maßen unnütze Strenge bekannt ist. Nur weil 1000 Orden mit ihren Paladinen und Göttern die Gegebenheiten so ausspielen, heißt es nicht das es falsch ist, oder? Im Gegenteil. Nach meiner Sicht der Dinge, und vieler anderer auch, stehen Paladine und in der Regel auch ihre Götter, jetzt nicht unbedingt an D&D und den Forgotten-Realms-Paladinen gemessen, sondern auch in der klassischen Literatur und dem Film, ohne das die Helden und Charaktere explizit als Paladine tituliert werden, für die höchsten Güter und Werte menschlichen Glaubens, Sitten und Denkens. Paladine sind (im Entferntesten Sinne manchmal) Heilige, welche die höchsten Ideale einer Kultur, Gesellschaft, Rasse und oder Glaubens repräsentieren. Gütige Männer und Frauen, welche sich durch ihr tadelloses Benehmen und ihr handeln und streiten für das Gute und gegen das Böse auszeichnen und als lebendes Beispiel für die Tugenden stehen. Eben diese Tugenden, und ein Aspekt der damit verbunden ist, im Falle meines Charakters und dem Orden den er angehört, sind genau so wichtig wie der Gott der verehrt wird, zumal es sich um eine Sekte der eigentlichen Kirche Talamons handelt. Was ist jetzt daran widersprüchlich oder unsinnig, das ein Paladin aus einem Land, Kemahra (nachzuschlagen unter http://www.tanebria.de), stammt das sehr tolerant und aufgeklärt ist und ich dir sage, das Talamon ein Gott ist, der die Vielfalt fordert? Paladine sehen sich, laut meiner Meinung nach, als Brüder im Geiste - egal welchem Gott sie dienen, denn ihre Lebensweise sollte in der Regel so ähnlich sein, das sie einander besser verstehen als alle anderen Charaktere – ob sie sich nun kennen oder nicht.
Du solltest dir vielleicht überlegen, ob deine totalitäre, intolerante Anschauung über das Paladindasein und den damit verbundenen Glauben richtig ist.
Und ja, für mich ist das Spielen dieses Charakters im entferntesten Sinne für mich Selbstquälerei, deswegen hatte ich mich als Machoist bezeichnet, weil ich zu gerne saufe, lache und feiere und ich mich, will ich die Rolle meines Paladins nicht vollends ins Lächerliche ziehen, mit solchen Dingen jetzt arg zurück halten muss. Und die Strafen die du angesprochen hast und im Kodex keine Erwähnung finden, sind für mich und sollten es auch für alle die ihn leisten, selbstverständlich sein, die so aussehen, das jemand aus dem Orden verbannt wird oder Talamon dem Streiter seine Gunst entsagt. Weswegen ich auch die SL ausdrücklich darauf hinweise, dies auch zu berücksichtigen. Und nein, ein Diener des Ordens kann sich die Gebote nicht der Situation entsprechend zurechtrücken, die Glaubensgrundsätze orientieren sich an dem Weg der Acht Tugenden im überlieferten Buddhismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Acht_Tugenden_des_Buddhismus) und ich versuche diese in einer entsprechenden Form an das christliche Bild des Abendlandes anzupassen, das so die Folgenden entstanden sind:
Tapferkeit, Rechtschaffenheit, Mitgefühl, Ehre, Gerechtigkeitsliebe, Opferbereitschaft, Hingabe zum Glauben und Demut.
Die oben genannten Tugenden als solche finden auch in der Rollenspielserie ULTIMA für den PC Verwendung und hatte mich auch davon inspirieren lassen, ULTIMA IV - Quest of the Avatar aus dem Jahre 198?-Hast-de-nicht-gesehen.
Und die Frage, "Wer sagt denn das Götter lieb und nett sind?" hast du dir wohl selbst beantwortet: Nämlich die Spieler die diese Götter erfinden. Sorry, aber ein Paladin, überspitzt dargestellt, der einem Gott dient der nicht lieb und nett ist, oder anders herum gesagt, ein Gott der nicht gut und gerecht ist, sollte auch keine Paladine in seinen Reihen haben - meine Meinung. Letzten Endes liefern wir alle den anderen eine Show und eben diese anderen, sprich, unsere Mitspieler und die SL werden uns daran messen, wie gut wir unsere Rollen gespielt haben. Ich bin schon auf einer Con zwei Paladinen begegnet, die meiner Meinung nach militante Ordensbrüder einer Kirche waren und nicht im Entferntesten Sinne etwas vom klassischen Paladin in ihrem Verhalten aufwiesen, entsprechend hat auch so gut wie keiner diese Leute in ihrer Rolle als Paladin voll genommen.
Das Gute zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, das es zusammenarbeitet, im Gegensatz zum Bösen. Deswegen wundert es mich auch immer, wie gut die bösen Gruppen untereinander zusammen arbeiten und schon förmlich Kuschel-RP betreiben. Sorry, aber ich habe noch nie von einer Party mit böser Gesinnung gehört, wo sich die Spieler gegenseitig gemeuchelt haben, "Warum auch?" würden die Menschen hinter den Charakteren sagen, wir sind doch Freund in Wirklichkeit und wollen uns nicht den Spaß verderben - und darum geht es letzten Endes: Spaß zu haben.
Also, ich kann dir getrost verraten, dass deine Anschauung über den Kodex und den damit verbundenen Glauben falsch ist, will dir aber nicht verbieten diese weiterhin zu vertreten. Ist nicht persönlich gemeint, aber wenn du demnächst meinst InTime-Wissen anderer Spieler zu denunzieren, dann solltest du dich vielleicht direkt an sie wenden und fragen, ob das so und so ist wie du es glaubst, das es wäre. Viele Religionen sind in sich widersprüchlich oder ergeben bisweilen keinen Sinn, das ist mit den realen nicht anders, wobei es bei mir bewusst der Fall ist. Denn wie kann es möglich sein, das jemand alle acht genannten Tugenden STÄNDIG in Einklang befolgt? Manchmal kann man nur demütig ODER tapfer handeln, manchmal kann nur mitfühlend ODER gerecht handeln. Wenn es dich interessiert, dann schick mir eine PM mit deiner Email-Adresse und dann schicke ich dir bei Zeiten Hintergrundmaterial zum Orden und den Glauben, wo ich aber zugeben muss, das es noch nicht voll ausgearbeitet ist, nicht im Entferntesten, aber die Richtlinie schon vorhanden ist.
In diesem Sinne hoffe ich das es du mir meine Erläuterung nicht übel nimmst, aber ich mag es einfach nicht, wenn Leute aus dem Stehgreif heraus, was ich an deiner Reaktion glaube interpretiert zu haben, wenn nicht dann tut es mir leid und ich entschuldige mich, die Ideen und das Spiel anderer kritisieren, im negativen Sinne, wobei du nicht einmal alles Hintergrundwissen besitzt, was dazu nötig wäre.
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