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| 399 Beiträge - Alter Hase
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Da ich mich ein wenig mit der Magie im Larp beschäftigt habe möchte ich mal versuchen etwas Licht in die Finsternis zu tragen ...
Zunächst erst einmal gibt es zwei Hauptströmungen, wie man einen neuen Charakter erschafft. Beide haben Vor- und Nachteile und die Diskussion über besser / schlechter wird immer wieder ohne (allgemeingültiges) Ergebnis geführt.
- DKWDDK
Bei DKWDDK sind deine Möglichkeiten durch deine eigene Darstellung und die Akzeptanz der Mitspieler begrenzt. Hier hast du in der Art deiner Magie/Hexenwerk freie Hand und du bestimmst selber mit welchen Fähigkeiten dein Charakter anfängt und wie schnell er sie erweitert. - Punktebasierter Charakter
Bei den punktebasierten Systemen gibt es je Contag Punkte. Von diesen 'kauft' man sich neue Fähigkeiten und erweitert durch dadurch seine Möglichkeiten. Jedes Regelsystem hat eine Liste an Fähigkeiten, die jedoch häufig um zum Charakter passende Zauber oder Wunder erweitert wird.
Egal wie du den Charakter auf der OT-Ebene 'verwaltest', sollte in der IT-Welt der Prozess des Lernens trotzdem immer hinzugehören.
Zu den punktebasierenden Systemen kann ich noch ein paar Hinweise geben, da es hier leider viele Missverständnisse gibt.
Zitat Bei Magie kann dir recht schnell die Energie ausgehen Mundan heilen kannst du immer (dauert aber länger) Was ich persönlich nicht als Nachteil werte mit einem anderen länger zu spielen als "Sim sala bin nun bist du gesund, und nun hau ab." |
Ein Lehrling ist kein Meister, deswegen muss man am Anfang etwas mit seinen Kräften haushalten. Mundane Heilung ist aber immer gut - so kann man auch schon sehr früh aktiv werden. "Simsalabim " ist eines der (leider) vielen schlechten Beispiele für Magier, es geht auch anders (vorher reinigen, knochen mundan richten und nach Wirken des Zaubers auf das Zusammenwachsen der Wunde warten)
Zitat Die Frage ist, ob das überhaupt irgendwie zugelassen ist |
Zugelassen ist fast alles - die Frage ist nur ob es akzepiert wird. Aber nach den Beiträgen von dir gehe ich nicht davon aus dass es irgendwelche Probleme geben würde.
Zitat Ich fand den Gedanken immer ganz nett, Magie wohl dosiert und sparsam einzusetzen, und es ein wenig verborgen und geheimnisvoll zu gestalten. |
Schwer - Magie in all seinen Formen (egal von welcher Quelle) ist auf den meisten Cons 'üblich' und nur wenig geheimnisvoll. Für dieses Spiel wird die Zahl der Cons eher gering sein.
Zitat ... Aber ein Ritual wäre was. das geht glaube meist über Dastellen. Also wenn du ein paar Leute findest, die mit dir ein Ritual abhalten, das sollte immer gehen, auch ohne Zaubern zu können. (Also ohne Magier zu sein.) |
Rituale sind Zauber, die man nicht 'spontan' wirken kannoder will. Das gilt für Magier, Priester, Hexen, Schamanen oder all die anderen in vergleichbarer Form. Die Möglichkeiten sind größer, jedoch muss man für so etwas einen entsprechendne (und zum Charakter passenden) IT-Aufwand treiben. Das kann bei Magiern ein entsprechender Zirkel, bei Priestern eine lange heilige Messe oder bei Hexen (z.B.) das Wirken am Hexenkessel sein. All diesen Ritualen ist gemein dass es lange dauert und nach etwas aussieht.
Zitat ... außer daß man vielleicht nicht in jedem Larp-Land *Drakenstein* herumerzählen sollte, daß man eine unlizensierte, zauberkundige Person *Hexe* ist, weil man dann eventuell mehr Spiel bekommt, als man eigentlich wollte ... |
Sehr guter Rat - das kann man aber auch IT in Erfahrung bringen (hoffentlich nicht die letzte IT-Erfahrung )
Zitat (Vor allem, denke ich, sollte man die in Berlin häufig gespielten, doofen DragonSys-Zauber an die Hexenmystik ja nach eigener Vorliebe anpassen ...) |
Punktebasierende Systeme sind das was man daraus macht - aber natürlich muss man die DS-Zauber anpassen das das Liber Magicae die Magier als Beispiel verwendet. Macht jeder Priester aber auch... muss halt nur die Relationen berücksichtigen.
Zitat Und dann erstellst du nach dem jeweiligen Regelwerk deinen Char. (Nicht so wichtig.) |
Mir hat das Regelwerk in der Art geholfen, dass ich (gerade als Einsteiger) eine 'Hilfslinie' hatte um die Entwicklung der Charakterfähigkeiten abzuschätzen. Wenn man diese Hilfslinie nicht benötigt kann man auch gut ohne Charakterbogen auskommen.
Falls es bei den ganzen Punktekram noch Fragen gibt kann ich mich gerne noch etwas langwieriger auslassen, aber für den ersten Eindruck wollte ich mich 'kurz' fassen.
Hier noch ein ganz anderer Punkt:
Zitat Ich beschäftige mich auch in der Freizeit recht viel mit Kräuterkunde und auch ein wenig Esoterik, interessiere mich allgemein für das Thema "Hexen". ich mag gerne dieses naturverbundene und auch neutrale Zugehörigkeit. |
Im Larp solltest du dich darauf einstellen, dass die Hexerei nicht ernst genommen wird und dass andere Spieler die Ansichten lächerlich IT wie OT machen. Du müsstest dich also darauf einstellen, dass deine IT- Ansichten nicht ernst genommen werden - insbesonders wenn du auch OT vergleichbare Ansichten hast. Ich hatte mich mal OT mit jemandem unterhalten, der Magie für real hielt und ihm versucht zu erklären, dass Larp nur Theater ist.
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Mitglied des Fünften Zirkels der Gilde des Wassers zu Liur
Adept der Logenvereinigung des Kampfes - Sektion Schwert und Schild
Meister der Theoretischen Magie der Universität zu Kreisheim |
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| Beitrag vom 19.11.2013 - 19:34 |
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