| 2 Beiträge - Einmal Conbesucher
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Ich bin und bleibe Befürworter von Dkwddk.
Natürlich ist das System manchmal ein wenig schwieriger und fordert mehr von den jeweiligen Spielern, aber allgemein macht das wenig Probleme, da man seinen jeweiligen Charakter selten als Veteranen erstellt.
Da ich, je länger ich einen Charakter bespiele, diesen auch immer besser ausstatte und normalerweise auch passend dazu an meinem eigenem Spiel arbeite, kann ich auch mit steigender Spielzeit mehr darstellen. Wenn ich mehr darstellen kann, kann mein Charakter im Spiel auch langsam aber sicher mehr.
Magie in Dkwddk kann schwierig sein und ist für denjenigen, der einen Magier darstellen will, anspruchsvoll. Vor allem, wenn es eben ohne "Telling" funktionieren soll, was im Normalfall wünschenswerter ist. Codewörter durchbrechen einfach das Spiel, wie ein Eimer Eiswürfel der über einem ausgekippt wird. Trotzdem ergibt sich dadurch eine gewisse Problematik für den fortgeschrittenen Magier: betrachtet man den Charakter, so ist der fortgeschrittene Magier nur noch von wenigen Zauberpatzern verfolgt, er weiß "Mache ich A, passiert B". So wie ein Krieger weiß: "Schlage ich mit dem Schwert zu, hat der andere eine Wunde." Stelle ich das ganze nun ohne Codewort da, muss ich es ja trotzdem so darstellen, dass ich eine bestimmte Reaktion in der Mehrzahl der Fälle erhalte.
Bei einem Magierschüler ist das einfach: Erhalte ich eine Reaktion, die nicht der von mir erwarteten entspricht, war da eben ein Zauberpatzer. Nur als Meistermagier ist meine Patzerrate bei gewissen Zaubern nun einmal gesunken, wie ein Handwerker, der sich auch in seinem Handwerk mehr und mehr verbessert.
Der Kern des Problems ist für den Magier also, dass er sich sehr auf seinen Gegenüber oder die SL verlassen muss. Das ist prinzipiell nichts schlechtes, denn auch der Krieger muss das, da seine Waffe ja auch nicht echt ist.
Codewörter und Telling sollen dieses Problem überbrücken und daher ist die Frage, die es für die Magiedarstellung zu beantworten gilt einfach: Können sie das?
Meiner Ansicht nach können sie das nicht. Wenn ich eine eindeutige Darstellung bei meiner Magie zeige, drückt diese das selbe aus die ein Codewort. Ob der andere also nun die Darstellung oder das Codewort übergeht, es macht keinen Unterschied. Weder aus meiner Sicht, noch aus der Sicht der anderen Spieler oder gar der SL. Denn wenn der andere nicht auf mein Spiel eingehen will, dann macht er das halt einfach nicht und fertig. Ob ich nun irgendwelche Regeln dahinter habe oder nicht.
Für mein persönliches Spielerlebnis macht es also keinen Unterschied, ob ich Telling oder reine Darstellung verwende. Wohl aber für ein Gegenüber, was mitspielen will. Für einen solchen Gegenüber, mit dem ich interagieren möchte und der mir ein gutes Spiel bietet, ist im Regelfall eine Darstellung ohne Codewörter und Telling angenehmer. Er wird nicht durch den bereits erwähnten Eiseimer aus dem Spiel gerissen.
Das einzige verbleibende Problem ist: Was wenn mein Gegenüber meine Darstellung falsch versteht oder nichts damit anfangen kann? Nun, aus meiner Sicht kommt dieser Fall so selten vor, dass das okay ist. Solange ich irgendeine Reaktion erhalte, passt das schon denn auch ein Meister ist nicht frei von Patzern. Dann muss man halt den überraschten Magier machen und den allseits beliebten Satz zum Ausdrucken bringen: "Also im Buch stand das anders..."
Kurz gefasst kann man für Magier also sagen: Darstellung ist Codewörter und Telling vorzuziehen. Damit ist auch Dkwddk dem Punktesystem vorzuziehen. Mein Gegenüber hat nichts von meinem drölf Jahre alten Charakterbogen mit x-tausend Punkten drauf, wenn meine eigene Entwicklung als Spieler nicht dazu passend ist.
Für die SL und den Plot ist Telling daher durchaus und vor allem im High-Fantasy Bereich etwas anderes. Hier kann das ganze nötig sein und sogar sinnvoll sein, denn wir wollen ja kein echtes Portal in irgendeine Niederhölle bauen. Allerdings sollte das Telling meiner Ansicht nach hier unterstützt werden und auf die gute Redekunst des jeweiligen Erzählers aufgebaut sein. Wenn wir uns schon ein Fantasy-Märchen anhören, dann wenigstens überzeugend gesprochen. Xp
Für mich persönlich waren Punkte am Anfang auch hilfreich (wie Mondanbeter schon meinte), aber sie stehen für mich nichts im Vordergrund. Viel wichtiger ist die Darstellung und Spontanität. Ich habe für Orgas auch immer gerne den punktebasierten Bogen in der Hinterhand, damit ich ihnen zeigen kann mit was sie sich einlassen. Das ist für Magier halt einfacher, als wenn man eine A4-Seite darüber schreibt, wo in der Ausbildung man gerade ist. Punkte können an dieser Stelle einen Richtwert geben, was für einen Magier man auf der eigenen Con vor sich hat und ob man vielleicht mal vorher mit ihm reden sollte, dass er gewisse Sachen lieber lassen sollte (auch wenn er sie darstellen kann). Jedoch berühren wir hier das weite Feld von "Wie verhalte ich mich als Magier", was nichts diesem Thema zu tun hätte.
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